16. Okt. 2026
Starke Knochen: Wie man Osteoporose vorbeugen kann
Die Erhaltung starker Knochen ist entscheidend für ein gesundes Leben im Alter, doch Faktoren wie die Menopause, Kortisonbehandlungen, Rauchen und der natürliche Alterungsprozess können die Knochenstruktur erheblich schwächen. Osteoporose, eine fortschreitende Abnahme der Knochendichte, kann unbemerkt zu Wirbelbrüchen führen, was sogar zu einer Verkleinerung der Körpergröße führen kann. Ein frühzeitiges Erkennen des Risikos und eine angepasste Lebensweise sind daher essenziell, um dieser Erkrankung entgegenzuwirken und die Knochen langfristig stabil zu halten.
Knochenschwund, medizinisch als Osteoporose bezeichnet, resultiert aus der Rückbildung der Knochendichte und -struktur. Orthopäde Uwe Maus erklärt, dass die Knochen dabei weniger Mineralstoffe wie Kalzium aufnehmen, was ihre Härte beeinträchtigt. Unbehandelt kann dies dazu führen, dass selbst leichte Stürze oder alltägliche Belastungen Knochenbrüche verursachen. Frauen sind aufgrund des Östrogenabfalls in den Wechseljahren viermal häufiger betroffen als Männer, da Östrogen eine schützende Wirkung gegen Knochenabbau hat. Ab dem Alter von etwa 30 Jahren beginnt der Knochensubstanzabbau, wobei sich Osteoporose meist nach dem 50. Lebensjahr manifestiert.
Neben dem Geschlecht und dem Alter gibt es weitere Risikofaktoren, die das Osteoporose-Risiko erhöhen. Dazu gehören eine familiäre Vorbelastung, bestimmte Erkrankungen wie Diabetes, Schilddrüsenüberfunktion, Rheuma und Zöliakie, sowie die Langzeiteinnahme von Kortisonpräparaten. Auch Untergewicht und Rauchen tragen zur Schwächung der Knochen bei. Experten wie Jürgen Ropers von der Schön Klinik Neustadt empfehlen Personen mit diesen Risikofaktoren, ab dem 50. Lebensjahr ärztlichen Rat einzuholen und gegebenenfalls eine Untersuchung durchführen zu lassen. Spätestens bei unerklärlichen Knochenbrüchen sollte an Osteoporose gedacht werden.
Da Osteoporose oft lange Zeit symptomlos verläuft, ist eine frühe Diagnose entscheidend. Ab dem 70. Lebensjahr wird eine Knochendichtemessung empfohlen; bei Vorhandensein von Risikofaktoren entsprechend früher. Eine solche Untersuchung umfasst ein ausführliches Arztgespräch zu Vorerkrankungen und Lebensgewohnheiten, eine Blutuntersuchung zum Ausschluss anderer Erkrankungen und die Knochendichtemessung selbst. Ein T-Wert von weniger als -2,5 deutet auf Osteoporose hin. Die Entscheidung über eine Behandlung hängt vom Gesamtbild des Patienten ab, wobei ältere Menschen tendenziell früher behandelt werden als jüngere.
Um die Knochen zu stärken und Brüchen vorzubeugen, ist regelmäßige Bewegung von großer Bedeutung, insbesondere Krafttraining. Die Belastung signalisiert dem Knochen, dass er gebraucht wird, was dem Abbau entgegenwirkt. Kräftige Muskeln bieten zudem besseren Halt und schützen vor Stürzen. Im Alter sind zusätzlich Balanceübungen wie Yoga oder Tai-Chi empfehlenswert. Auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle: Kalziumreiche Lebensmittel wie Milchprodukte, Brokkoli, Grünkohl und Rucola sowie kalziumreiches Mineralwasser tragen zur Knochengesundheit bei. Vitamin D ist für die Kalziumaufnahme unerlässlich und kann durch Sonnenlicht oder fetten Seefisch aufgenommen werden. Bei Bedarf sollten Vitamin-D-Präparate in Absprache mit dem Arzt eingenommen werden, um eine optimale Knochengesundheit zu gewährleisten.
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