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Gesundheitswesen

16. Okt. 2026

Knochendichtemessung bei Osteoporose: Verfahren, Ergebnisse und Kosten

Die Diagnose und Überwachung von Osteoporose, einer Erkrankung, die die Knochen brüchig macht, stützt sich maßgeblich auf die Knochendichtemessung. Diese Untersuchung hilft, die Stabilität des Skeletts zu beurteilen und das Risiko von Frakturen einzuschätzen. Besonders wenn Risikofaktoren vorliegen oder bereits ein Knochenbruch aufgetreten ist, wird diese Untersuchung von Ärzten empfohlen. Durchgeführt wird sie typischerweise in orthopädischen oder radiologischen Praxen. Hierbei kommen spezielle Geräte zum Einsatz, die mit geringer Strahlenbelastung genaue Daten liefern. Die korrekte Interpretation der Ergebnisse sowie die Frage der Kostenübernahme durch die Krankenversicherung sind für Patienten von großer Bedeutung, um die nächsten Schritte für ihre Knochengesundheit zu planen.

Das gängigste Verfahren zur Bestimmung der Knochendichte ist die sogenannte DXA-Messung (Dual-Röntgen-Absorptiometrie). Dabei legt sich die zu untersuchende Person auf eine Liege, über der sich ein spezieller Bügel befindet. Dieser Bügel, auch Röntgenarm genannt, sendet zwei schwache Röntgenstrahlen aus. Einer dieser Strahlen durchdringt Bereiche mit Weichteilen, während der andere auf den Knochen trifft. Wie Orthopäde Prof. Uwe Maus erklärt, ist dieser Prozess entscheidend, um die unterschiedliche Absorption der Strahlen zu messen. Die Untersuchung wird bevorzugt an drei spezifischen Stellen durchgeführt: an beiden Hüften sowie an der Lendenwirbelsäule. Diese Bereiche gelten als die aussagekräftigsten für die Diagnose von Osteoporose. Das Gerät analysiert, wie stark die Knochen die Röntgenstrahlen abschwächen; aus diesem Wert berechnet ein Computer präzise die Knochendichte. Dieses Verfahren ist schnell, schmerzlos und mit einer minimalen Strahlenbelastung verbunden, was es zu einem sicheren Instrument in der Osteoporose-Diagnostik macht.

Die Interpretation der Messergebnisse ist ein entscheidender Schritt. Ein Wert zwischen 0 und -1 gilt als normal und spricht für eine gesunde Knochendichte. Werte unterhalb von -1 deuten auf eine verminderte Dichte hin. Experten sprechen von Osteoporose, wenn die Werte unter -2,5 liegen. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass die Knochendichtemessung allein keine hundertprozentige Sicherheit bietet. Wie Orthopäde Jürgen Ropers betont, kann es vorkommen, dass zufällig ein Knochenbereich mit hoher Dichte gemessen wird, beispielsweise wenn sich dort eine Arthrose entwickelt hat. Daher ist die Knochendichtemessung nur ein Baustein im Diagnoseprozess. Ein umfassendes ärztliches Gespräch über Vorerkrankungen, aktuelle Medikamente und Lebensgewohnheiten sowie eine Blutuntersuchung sind ebenfalls unerlässlich, um eine genaue Diagnose zu stellen und eine geeignete Behandlung einzuleiten.

Die Frage der Kostenübernahme durch die Krankenkasse ist für viele Patienten von großer Bedeutung. Liegt kein konkreter Krankheitsverdacht vor, müssen die Kosten für die Untersuchung, die zwischen 30 und 70 Euro liegen können, selbst getragen werden. Anders verhält es sich, wenn bereits ein Knochenbruch aufgetreten ist; in diesem Fall übernimmt die Krankenkasse die Kosten. Das gleiche gilt, wenn der Arzt aufgrund spezifischer Befunde eine medikamentöse Behandlung des Knochenschwunds plant, beispielsweise nach einer längeren hochdosierten Kortisonbehandlung, wie die Verbraucherzentrale anführt. Bei bereits diagnostizierter Osteoporose haben Betroffene alle fünf Jahre Anspruch auf eine kostenlose Knochendichtemessung. Allerdings zeigt ein Marktcheck der Verbraucherschützer, dass viele Praxen die Messung oft nur als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) anbieten, obwohl ein Anspruch auf Kassenleistung besteht. Es wird daher empfohlen, sich vorab bei den Praxen gezielt zu erkundigen, ob sie die Genehmigung haben, die Messung als Kassenleistung abzurechnen, um unerwartete Kosten zu vermeiden.