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Verkehr

8. Okt. 2026

Cunard verliert „Queen Anne“: Ab 2029 fährt eine Königin weniger auf den Weltmeeren

Die renommierte britische Kreuzfahrtgesellschaft Cunard steht vor einer bedeutenden Veränderung ihrer Flotte. Ab dem Jahr 2029 wird eines ihrer jüngsten und größten Schiffe, die „Queen Anne“, nicht mehr unter der Cunard-Flagge fahren. Dieser Wechsel zu P&O Cruises markiert nicht nur eine Umbenennung und umfassende Neugestaltung des Schiffes, sondern reduziert auch das ikonische „Königinnen-Quartett“ der Reederei auf ein Trio. Der zugrunde liegende Carnival-Konzern erwartet, dass diese strategische Neuausrichtung die Angebote beider Marken optimiert und deren jeweilige Zielgruppen effektiver anspricht.

Die „Queen Anne“, erst 2024 in Dienst gestellt und mit einer Kapazität von etwa 3.000 Passagieren ausgestattet, ist eine Hommage an Anne Stuart, unter deren Herrschaft im frühen 18. Jahrhundert die Vereinigung Englands und Schottlands zu Großbritannien stattfand. Cunard ist bekannt für seine traditionsreichen Transatlantikpassagen, insbesondere mit der „Queen Mary 2“, und seinen hohen Servicestandard. Neben der „Queen Mary 2“ gehören auch die „Queen Victoria“ und die „Queen Elizabeth“ zu den prächtigen Schiffen, die nach bedeutenden britischen Monarchinnen benannt sind.

Der Wechsel der „Queen Anne“ zu P&O Cruises ist Teil einer umfassenderen Strategie des Carnival-Konzerns, die darauf abzielt, die Nachfrage der Gäste besser zu bedienen und die individuellen Profile der beiden Kreuzfahrtanbieter zu schärfen. Unter dem Dach von P&O Cruises soll die „Queen Anne“ – nach ihrer Umgestaltung und Umbenennung – eine neue Schiffsklasse einführen und somit das Angebotsportfolio erweitern. Für Cunard bedeutet dieser Abschied eine stärkere Vereinheitlichung der verbleibenden Flotte und die Konzentration auf ihr Kerngeschäft.

Trotz des Abzugs ihres neuesten und größten Schiffes versichert die Carnival Corporation, dass dieses Manöver das Engagement für die Marke Cunard und deren zukünftige Entwicklung in keiner Weise schmälert. Der US-amerikanische Konzern, als größtes Kreuzfahrtunternehmen weltweit, unterstreicht damit die strategische Bedeutung beider Marken innerhalb seines Portfolios, zu dem auch die deutsche Reederei Aida Cruises gehört. Dieser Flottenwechsel ist somit ein kalkulierter Schritt zur Optimierung der gesamten Unternehmensstrategie im globalen Kreuzfahrtmarkt.

Die Neuordnung der Cunard-Flotte und der Transfer der „Queen Anne“ zu P&O Cruises ab 2029 stellt eine bedeutsame Weichenstellung für beide Marken dar. Ziel ist es, die spezifischen Gästebedürfnisse noch präziser zu adressieren und die Markenidentität jeder Linie zu stärken. Während P&O Cruises sein Angebot mit der neuen Schiffsklasse der umgestalteten „Queen Anne“ erweitern wird, kann sich Cunard auf eine konsistentere Flottenstruktur konzentrieren. Diese Entscheidung des Carnival-Konzerns signalisiert eine Anpassung an Markttrends und eine Investition in die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit im hart umkämpften Kreuzfahrtsektor.