9. Juni 2026
Mangrovenwälder erholen sich weltweit: Ein Wendepunkt für wichtige Ökosysteme
Ein globaler Aufschwung für Mangroven – Hoffnung für bedrohte Küstenökosysteme
Die Rückkehr der Mangroven: Ein positiver Wandel in gefährdeten Küstenregionen
Nach langen Perioden des Flächenrückgangs erfahren Mangrovenwälder weltweit eine bemerkenswerte Erholung. Eine aktuelle Untersuchung, die in der renommierten Fachzeitschrift „Science“ veröffentlicht wurde, belegt diesen Wendepunkt. Zhen Zhang von der Tulane University in New Orleans, der Hauptautor der Studie, hebt hervor, dass dieser Trend die außergewöhnliche Widerstandsfähigkeit der Mangroven unterstreicht. Sie zeigen ein großes Potenzial, als natürliche Lösung sowohl dem Klimawandel entgegenzuwirken als auch den Küstenschutz zu verbessern.
Mangroven: Die unverzichtbaren Beschützer der Küsten und Kohlenstoffspeicher
Mangroven, spezielle Baumarten tropischer und subtropischer Küstengebiete, bieten nicht nur Schutz vor Erosion und Sturmfluten, sondern sind auch bedeutende Speicher für Treibhausgase wie Kohlendioxid und Methan. In der Vergangenheit wurden diese vitalen Wälder hauptsächlich durch Abholzung für Aquakulturen und Palmölplantagen dezimiert.
Ein Paradigmenwechsel: Der Aufschwung der Mangrovenflächen seit 2010
Die Forschungsgruppe um Zhang hat die Entwicklung der Mangrovenbestände über vier Jahrzehnte, von den 1980er Jahren bis 2023, mithilfe von Satellitendaten analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass die Gesamtfläche der Mangrovenwälder, die von etwa 155.000 Quadratkilometern in den 1980ern auf 152.000 Quadratkilometer im Jahr 2010 schrumpfte, ab etwa 2010 eine Trendwende erfuhr. Bis 2023 stieg die Fläche auf fast 154.000 Quadratkilometer an. Obwohl über den gesamten Zeitraum ein geringer Verlust von etwa 850 Quadratkilometern verzeichnet wurde, was etwa einem Prozent der ursprünglichen Fläche entspricht, ist der jüngste Zuwachs ein klares Zeichen für eine positive Entwicklung.
Die Ursachen der Regeneration: Weniger Abholzung und unerwartete Klimawandel-Effekte
Studienleiter Daniel Friess bestätigt, dass ein signifikanter Wandel stattgefunden hat. Die Wiederherstellung der Mangrovenbestände wird vor allem auf den Rückgang illegaler Rodungen und die natürliche Besiedlung von Küstenzonen, insbesondere in Flussdeltas, zurückgeführt. Überraschenderweise trägt auch der Klimawandel zur Ausbreitung bei: Mangroven, die ursprünglich in tropischen Breiten beheimatet sind, haben sich mittlerweile an Küsten des Golfs von Mexiko und im Mississippi-Delta in den USA angesiedelt.
Trotz positiver Entwicklung: Die Notwendigkeit anhaltenden Schutzes
Die Forscher betonen, dass diese Beobachtungen die Robustheit von Mangrovenökosystemen gegenüber anthropogenen Einflüssen und Klimawandel aufzeigen. Sie warnen jedoch vor Selbstzufriedenheit. Die Abholzung für landwirtschaftliche Zwecke stellt weiterhin eine ernsthafte Bedrohung dar. Zhang unterstreicht, dass der wirksamste Schutz für Mangroven im sofortigen Stopp der Abholzung liegt, um diese wichtigen Naturräume für die Zukunft zu bewahren.
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