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Gesundheitswesen

30. Sept. 2026

Grippesaison: Impfung – Schutz und Wichtigkeit

Grippe ist weit mehr als eine einfache Erkältung; sie kann erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit haben, die von hohem Fieber und Gliederschmerzen bis hin zu langwierigen Bettlägrigkeit reichen. Für bestimmte Bevölkerungsgruppen kann eine Influenza-Infektion sogar lebensbedrohlich sein und zu ernsten Komplikationen wie Lungenentzündungen führen. Aus diesem Grund ist es von entscheidender Bedeutung, sich gegen diese weit verbreitete Atemwegserkrankung zu schützen, insbesondere für jene mit einem erhöhten Risiko.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die jährliche Grippeimpfung ausdrücklich für Menschen ab 60 Jahren, Personen mit chronischen Vorerkrankungen (wie Herz-, Leber- oder Nierenerkrankungen, Diabetes, Immunschwächen und neurologischen Leiden), schwangere Frauen (ab dem zweiten Trimester, bei Vorerkrankungen sogar früher), Bewohner von Alters- und Pflegeheimen, sowie für Personen, die engen Kontakt zu Risikogruppen pflegen oder in Berufen mit hohem Infektionsrisiko tätig sind, beispielsweise im Gesundheitswesen oder an Orten mit viel Publikumsverkehr. Auch wer beruflich oder privat regelmäßigen direkten Kontakt zu Schweinen, Geflügel, Wildvögeln oder Robben hat, sollte eine Impfung in Betracht ziehen. Gesunde Erwachsene unter 60 Jahren und Kinder erleiden die Grippe in der Regel ohne schwere Komplikationen, können sich aber ebenfalls impfen lassen, da die Stiko davon nicht abrät. Die Impfung ist bei Hausärzten, Gynäkologen, Kinderärzten, Betriebsärzten und auch in Apotheken erhältlich. Der optimale Zeitraum für die Impfung liegt zwischen Anfang Oktober und Mitte Dezember, da sich der vollständige Schutz innerhalb von 10 bis 14 Tagen nach der Verabreichung aufbaut. Die Kosten für die Impfung werden in der Regel von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, sofern eine Stiko-Empfehlung vorliegt; privat Versicherte sollten ihre Tarifbedingungen prüfen.

Neben der Impfung gibt es weitere wirksame Maßnahmen, um einer Grippeinfektion vorzubeugen. Dazu gehören gründliches und regelmäßiges Händewaschen, das Vermeiden des Berührens von Augen, Mund und Nase mit ungewaschenen Händen sowie das Einhalten von Abstand zu Personen, die husten oder niesen. Diese einfachen Hygieneregeln tragen maßgeblich dazu bei, die Verbreitung von Influenzaviren und anderen Krankheitserregern einzudämmen und die eigene Gesundheit sowie die der Mitmenschen zu schützen.

Durch die Kombination aus Impfschutz und bewusster Hygiene leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit der Gesellschaft und zum Schutz der besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen. Eine proaktive Haltung gegenüber der Grippeprävention stärkt nicht nur die individuelle Widerstandsfähigkeit, sondern fördert auch ein kollektives Wohlbefinden in den kälteren Monaten.