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Gesundheitswesen

7. Okt. 2026

Zahnarztangst überwinden: Ein Weg aus dem Teufelskreis

Die Furcht vor dem Zahnarzt ist ein weit verbreitetes Phänomen, das viele Menschen betrifft. Diese Angst äußert sich oft in Panik vor Schmerzen, Bohrgeräuschen oder dem Gefühl des Kontrollverlusts während der Behandlung. Viele schieben daher notwendige Termine auf, was die Situation zusätzlich verschlimmert. Wie Romy Ermler von der Bundeszahnärztekammer betont, führt dies häufig zu einem negativen Kreislauf: Unbehandelte Schäden verschlimmern sich, der Behandlungsbedarf steigt, und damit wächst auch die Angst vor dem nächsten Besuch. Karies, die nicht behandelt wird, kann beispielsweise nicht nur zu Zahnschmerzen, sondern auch zu Parodontose führen.

Glücklicherweise ist diese Angst überwindbar. Der Schlüssel liegt in der offenen Kommunikation. Es ist ratsam, bereits bei der Terminvereinbarung auf die eigene Angst hinzuweisen, um dem Praxisteam die Möglichkeit zu geben, sich darauf einzustellen. In manchen Fällen kann ein einführendes Gespräch vor der eigentlichen Behandlung hilfreich sein, bei dem Patienten die Praxis und das Team kennenlernen können. Entscheidend sind positive Erfahrungen. Wenn Patienten spüren, dass ihre Sorgen ernst genommen werden, stärkt dies das Vertrauen zum Zahnarzt erheblich. Klare Absprachen über Behandlungsschritte, das Vereinbaren eines Stopp-Zeichens und die Möglichkeit für Pausen können dazu beitragen, das Gefühl der Kontrolle wiederzuerlangen. Auch Entspannungstechniken wie ruhiges Atmen oder das Hören vertrauter Musik können unterstützend wirken.

Dentalphobie ist als Krankheitsbild anerkannt, und bei stark ausgeprägter Angst kann psychotherapeutische Hilfe sinnvoll sein. Die Verhaltenstherapie hat sich hierbei als besonders wirksam erwiesen, da sie Betroffenen hilft, sich schrittweise den angstauslösenden Situationen zu stellen und die Angst abzubauen. Indem man diese Ängste aktiv angeht und Unterstützung sucht, kann der Teufelskreis durchbrochen und ein entspannterer Umgang mit der Zahnpflege erreicht werden. Es ist ein Akt der Selbstfürsorge, sich dieser Herausforderung zu stellen und somit langfristig die eigene Gesundheit zu schützen.