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Gesundheitswesen

30. Okt. 2026

Padel-Sport: Tipps für gelenkschonenden Einstieg

Padel, eine dynamische Sportart, die Elemente von Tennis und Squash vereint, gewinnt zunehmend an Popularität. Sie verspricht nicht nur eine Verbesserung der allgemeinen Fitness, sondern auch eine Steigerung von Beweglichkeit, Koordination, Konzentrationsfähigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit. Allerdings birgt der schnelle und intensive Charakter dieses Rückschlagspiels auch Risiken, insbesondere für die Gelenke. Ein behutsamer Einstieg und die Beachtung sportmedizinischer Empfehlungen sind entscheidend, um Überlastung und Verletzungen vorzubeugen und den langfristigen Spaß am Padel zu gewährleisten.

Das schnelle Tempo und die häufigen Richtungswechsel im Padel stellen eine erhebliche Belastung für den Körper dar, wie Professor Sven Ostermeier, ein anerkannter Sportmediziner von der Gelenk-Klinik Gundelfingen, betont. Besonders die Knie sind durch abrupte Stopps, Drehungen und Sprünge stark beansprucht. Auch das wiederholte Hocken kann die Kniegelenke strapazieren. Daher ist es für Personen mit bereits bestehenden Gelenkproblemen, insbesondere in den Knien, unerlässlich, vor Beginn des Padel-Trainings ärztlichen Rat einzuholen. In einigen Fällen, wie bei vorhandenen Schulter- oder Ellenbogenbeschwerden, kann es sogar ratsam sein, gänzlich auf diesen Sport zu verzichten.

Für alle, die in den Padel-Sport einsteigen möchten, hat Professor Ostermeier fünf wesentliche Empfehlungen parat. Zunächst ist ein langsamer und schrittweiser Trainingsaufbau von großer Bedeutung. Muskeln, Sehnen und Gelenke müssen sich allmählich an die ungewohnte Belastung anpassen können. Ausreichende Ruhephasen zwischen den Trainingseinheiten sind dabei ebenso wichtig wie eine kontinuierliche Steigerung der Intensität und Dauer. Zweitens sollte vor jeder Padel-Session ein gründliches Aufwärmprogramm absolviert werden. Übungen wie Hampelmänner, Armkreisen und Kniebeugen bereiten den Körper optimal vor und minimieren das Verletzungsrisiko. Auch der Weg zur Padel-Halle, beispielsweise mit dem Fahrrad, kann bereits als Teil des Aufwärmens dienen. Drittens ist die Wahl des richtigen Schuhwerks entscheidend. Spezielle Padelschuhe bieten optimalen Halt und reduzieren das Risiko von Umknicken, was Sprunggelenke und Achillessehnen schützt. Viertens sind nach dem Training Dehnübungen unerlässlich, um die Muskulatur zu lockern und die Regeneration zu fördern. Es ist verlockend, bei großer Begeisterung gleich am nächsten Tag wieder auf dem Platz zu stehen, doch Muskeln und Gelenke benötigen Zeit zur Erholung. Und schließlich warnt der Sportmediziner vor dem sogenannten Tennisarm. Die einseitige Belastung der Schlaghand kann zu Reizungen und Mikrorissen in den Streckmuskeln des Unterarms führen, was sich durch Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogens bemerkbar macht. Bei solchen Warnzeichen ist eine sofortige Padel-Pause angezeigt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Padel zwar ein exzellenter Sport zur Förderung der körperlichen Fitness ist, jedoch eine bewusste Herangehensweise erfordert. Insbesondere die Gelenke sind den schnellen und abrupten Bewegungen ausgesetzt. Ein schrittweiser Einstieg, sorgfältiges Aufwärmen, passendes Equipment und ausreichende Regenerationszeiten sind entscheidend, um die positiven Effekte des Padel-Spiels ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen genießen zu können.