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Gesundheitswesen

17. Sept. 2026

Malaria am Flughafen Frankfurt: Risiko, Schutz und Symptome

In Deutschland ist das Auftreten von Malariaerkrankungen, die nicht auf eine Reise in Malariagebiete zurückzuführen sind, ein äußerst seltenes Phänomen. Dennoch wurden kürzlich in Frankfurt am Main mehrere solcher Fälle bekannt. Diese Entwicklung, die als „Flughafen-Malaria“ bezeichnet wird, unterstreicht die Notwendigkeit, sich auch außerhalb bekannter Risikogebiete über Präventionsmaßnahmen und Symptome zu informieren. Es betrifft sowohl Reisende als auch Personen, die in der Nähe von Flughäfen leben oder arbeiten.

Im Sommer dieses Jahres wurden am Frankfurter Flughafen acht Malariafälle registriert. Sechs dieser Fälle betrafen Flughafenmitarbeiter, während zwei weitere Infektionen bei Bewohnern des nahegelegenen Stadtteils Schwanheim festgestellt wurden. Die Ursache wird in infizierten Anopheles-Mücken vermutet, die wahrscheinlich unbemerkt mit Flugzeugen aus Malaria-Endemiegebieten nach Frankfurt gelangten. Obwohl das Gesundheitsamt die allgemeine Gefahr für die Bevölkerung als gering einstuft, da die klimatischen Bedingungen in Deutschland die Ausbreitung der Krankheit durch Mücken erschweren, ist Vorsicht geboten.

Um sich vor Mückenstichen und potenziellen Malaria-Infektionen zu schützen, werden verschiedene Maßnahmen empfohlen. Dazu gehört das Auftragen von mückenabweisenden Mitteln, sogenannten Repellentien, auf unbedeckte Haut. Diese sollten gemäß den Herstellerangaben verwendet und regelmäßig erneuert werden. Darüber hinaus kann das Tragen langer, dicht gewebter Kleidung das Stechen durch Mücken erschweren. Für den Schutz in Innenräumen sind Fliegengitter an Fenstern und Türen effektiv, und ein Moskitonetz über dem Bett bietet zusätzlichen Schutz während der Nacht.

Die Symptome einer Malaria können erst einige Wochen nach einem infektiösen Mückenstich auftreten, typischerweise zwischen sieben und 30 Tagen, manchmal aber auch später, abhängig von der Art des Erregers. Häufige Anzeichen sind Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen sowie starke Müdigkeit. Auch unspezifische Beschwerden wie Bauchschmerzen sind möglich. Da bei der Flughafen-Malaria die typische Reiseanamnese fehlt, kann die Diagnose erschwert und verzögert werden. Es ist entscheidend, dass Personen, die in Flughafennähe wohnen oder arbeiten und unerklärliche Fiebersymptome oder andere ausgeprägte Beschwerden entwickeln, umgehend einen Arzt aufsuchen und auf ihren Wohn- oder Arbeitsort sowie die aktuellen Malariafälle hinweisen. Eine frühzeitige Erkennung ist für die Behandlung der Malaria, insbesondere der gefährlichen Malaria tropica, von großer Bedeutung, um schwere Verläufe mit Komplikationen wie Verwirrtheit, Krampfanfällen, Nierenversagen oder Koma zu verhindern. Malaria wird nicht direkt von Mensch zu Mensch übertragen; die Übertragung erfolgt ausschließlich durch weibliche Anopheles-Mücken.

Die Mehrheit der Malariafälle in Deutschland betrifft Reisende, die sich in tropischen oder subtropischen Regionen, insbesondere in Subsahara-Afrika, Süd- und Südostasien, Ozeanien oder Lateinamerika, aufgehalten haben. Diese Gebiete gelten als Hochrisikozonen. Wer eine Reise in solche Regionen plant, sollte sich vorab umfassend reisemedizinisch beraten lassen und gegebenenfalls eine medikamentöse Malariaprophylaxe in Betracht ziehen. Das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) bestätigt, dass Malaria bei frühzeitiger Diagnose gut behandelbar ist.